Idee:
- Rotes Kleid
- Blondes Model
- Steinbruch bzw. Felswand
- Ausleuchtung mit Systemblitzen
Kamera/Media
- Nikon D700
- 85 mm f/1.8
- Adobe Lightroom 3.4
- Photoshop CS5
Licht-Equipment
- Zwei Systemblitze (Nikon SB800 und Yongnuo 460)
- Funkauslöser-Set Cactus V4 (1 Sender, 2 Empfänger)
- Drei Lampenstative
- Sunbounce Mini mit Zebra-Bespannung (90 x 125 cm)
- Octobox 60 cm
Doch wie schon gesagt, wenn man sich mit einem Model trifft, mit dem man vor erst zwei Stunden den Shootingtermin vereinbart hat (ja, soetwas gibt es tatsächlich noch) will man es natürlich auch zufrieden stellen und so waren wir erst mal im Feld. Auf einen Aufhellblitz habe ich bei den Gegenlichtaufnahmen bewusst verzichtet, sondern lieber einen Aufheller eingesetzt. Den Sunbounce Mini mit Zebrabespannung. Die Ergebnisse sind diese:
Ok, Larissa war nun glücklich und ich konnte mit dem eigentlichen Ziel des Shootings beginnen. Vor einiger Zeit bin ich mal zufällig in einem Wald an einer Felswand vorbei gekommen. Diese sah sehr interessant aus und ich dachte mir damals schon, wie das wohl sein würde, wenn man die Steine mit einem Blitz ausleuchtet und ein Model mit einem kontrastreichen Kleid davor stellt. Wie es so sein sollte, hat Larissa ein schönes, knallig-rotes Kleid. Also eingepackt und hin zu der Location.
Tagsüber mit normalem Licht sieht das nicht so atemberaubend aus, doch mit einer absichtlichen Eliminierung des Tageslichts durch eine Unterbelichtung, damit das Blitzlicht zum Hauptlicht wird, kann man schöne Stimmungen zaubern.
Das aufgebaute Equipment von links nach rechts:
- Lampenstativ mit Octobox 60 cm und nicht sichtbar, einem Systemblitz der Marke Nikon SB800, gesetzt auf einen Funk-Empfänger
- Lampenstativ mit Funkempfänger und einem manuellen Blitz der Marke Yongnuo 460
- Lampenstativ mit Sunbounce Mini und Zebrabespannung
Wenn man sich den kompletten Aufbau mit Model im Foto oben rechts anschaut, dann kann man erkennen, dass sich diese Art der Ausleuchtung nicht für Ganzkörperportraits eignet. Denn die Beine werden nicht ausgeleuchtet. Das war für meine Umsetzung auch nicht nötig, da ich sowieso nur Teilkörperportraits machen wollte. Ich persönlich mag es, wenn das Hauptlicht von steil oben kommt. Es gibt dem Foto immer so ein bisschen was dramatisches.
Sowohl das Hauptlicht als auch das Hintergrundlicht wurden auf die von mir gewählt Blende 5.0 abgestimmt bzw. das Hintergrundlicht leicht überbelichtet und los ging es. Vielleicht noch mal hier ein Foto mit und ohne Hauptblitz und ohne Hintergrundbeleuchtung. So kann man gut erkennen, wie wenig Umgebungslicht durch die von mir gewählte Zeit-/Blendenkombination von 1/250 Sek bei f/5.0 und ISO 200 in das Foto aufgenommen wurde.
Das Hintergrundlicht, also der reine Blitz ohne Diffusor, wurde so platziert, dass er seitlich die Steinmauer ausleuchtete, Licht auf den Boden warf und zusätzlich die Konturen des Models beleuchtet. Mit Hintergrundlicht und Bildbearbeitung bzgl. den Farben sieht das gewünschte Endresultat dann so aus:
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Einen weiteren Lichtaubau im Handumdrehen, wobei das Hintergrundlicht zum Hauptlicht wurde und Larissa sich direkt und seitlich an die Steinwand gelehnt hat:
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Ein bisschen weiter rechts von der Felswand, wie soll es anders sein in einem Wald...... standen doch tatsächlich Bäume rum. Also habe ich mal ein bisschen das Licht umgestellt. Um den Hintergrund wieder schön zu beleuchten, wurde der Yongnuo samt Funkempfänger einfach auf den Waldboden gelegt. Das Hauptlicht mit der Octobox kam wieder schräg von oben.
Und hier drei Portraits mit diesem Lichtaufbau:
Fragen hierzu beantworte ich jederzeit gerne. Einfach auch hier in den Kommentaren. Danke.